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Die Jugendlichen in Südkorea - ein "soziales Kapital" für das Land

Political Forum for unity beendet feierlich den ersten Kurs politischer Bildung für Jugendliche - auf dem Hintergrund der letzten Spannungen, ein Zeichen der Hoffnung

Gruppe Jugendlicher singt zur Gitarre

Südkorea ist abhängig von den Beziehungen zu den USA, zu den benachbarten asiatischen Staaten (Japan und China) und zu Russland. Und nicht zuletzt von Nordkorea mit den neuesten Spannungen, die von der Regierung Pyongyang hervorgerufen wurden und die endlosen Debatten die wider in Kraft treten nach dem Koreakrieg. Wie alle industrialisieren Länder konnte auch Südkorea nicht den negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der internationalen Krise entkommen.

Aber das Land geht gut mit der Krise um, und als Besucher hat man den Eindruck, dass es ihm besser geht als manch anderen Industrieländern: Die Arbeitslosigkeit und die Armut sind nicht besorgniserregend. Was einen Europäer erstaunt ist, dass es keine dramatische Aufregung gibt, keine Bettler auf den Straßen, niemand, der im Abfall nach Nahrung sucht? Erstaunlich auch, wie eine Führerin uns die Sehenswürdigkeiten eines Palastes kompetent, mit Leidenschaft und in Details erklärt und am Schluss uns nicht um Trinkgeld bittet sondern uns noch für den nächsten Tag eine andere Führung anbietet.
Also alles o.k.?
Aber eine beeindruckende Zahl führt uns in die grausame Wirklichkeit: für die Altersstufe 20-40 steht als Todesursache der Selbstmord an erster Stelle, jede halbe Stunde einer, häufiger als die Verkehrsunfälle oder Krebs. Südkorea hat seit einigen Jahren diese erste Stelle in der Welt Ungarn weggenommen.
Diese alarmierende Tatsache berührt natürlich auch den politischen Bereich. Das Parlamenterarbeitet Studien für Projekte zur Prävention des Suizids bei Jugendlichen. Auf Wunsch der Nationalen Versammlung hat das Political Forum for Unity - eine Forschungsgruppe des Parlaments bestehend aus Abgeordneten, die dem Forum P.& G. der Fokolar-Bewegung angehören, - eine Schule für politische Bildung für die Jugendlichen in Seoul ins Leben gerufen, an der 26 Studenten im Alter von durchschnittlich 22 Jahren teilgenommen haben.

Gruppenfoto Jugendliche

Am Samstag, dem 27. November, wurde der erste Kurs feierlich abgeschlossen: Vortrag von Frau Prof. Ahn Myong Och mit den Titel "Die Politik der Liebe, zur Lösung der Konflikte", Übergabe der Zertifikate an die Jugendlichen, die Anwesenheit aller Dozenten, einige von ihnen kamen aus Moskau oder Tokio und ließen es sich nicht nehmen, bei dieser Feier anwesend zu sein. Die Eindrücke der Teilnehmer an diesem Schulungskurs gaben Zeugnis für ein "soziales Kapital" , Hoffnung für das Land:

Gruppenfoto Dozenten

"Ich möchte wirklich, dass dieser Same aufblüht", "Ich habe verstanden, dass jede meiner Entscheidungen politisch ist", "Dies neue Vision von Politik kann viele glücklich machen", "Ich habe verstanden, dass man die Konflikte mit Liebe und mit Dialog lösen kann", "Ich habe entdeckt, was die Berufung zur Politik ist: eine Aufforderung, alle im Blick zu haben", "Die Politik darf nicht nur auf den Schultern der Berufspolitiker liegen sondern auch auf meinen", "Wohin ich in Zukunft auch gehen werde, ich werde ein "Politiker" sein, d.h. mit diesem Geist werde ich ein aktiver Bürger sein", "In diesem Schulungskurs habe ich verstanden, dass die Geschwisterlichkeit in der Politik möglich ist, auch bei diesen Spannungen in Korea". Es ist ungewöhnlich, lachende Gesichte von Jugendliche zu sehen, die sich mit Politik beschäftigen. Hier gab es sie.

03/12/2010, Marco Fatuzzo

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